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Ein kleines Lexikon der Zutaten

Boonekamp

Der Name des ursprünglich aus den Niederlanden stammenden Magenbitters „Boonekamp“ geht auf den Apotheker Petrus Boonekamp zurück, der 1743 in Leidschendam in Holland die Rezeptur für diese bitteren Magentropfen entwickelt hat (vgl. Kolb, Spirituosen-Technologie, 6. Auflage, Hamburg 2002).

Der Schroedersche Boonekamp wird in seiner unverkennbaren Art seit mindestens 170 Jahren am Verler Kirchplatz hergestellt.

Siehe auch dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Boonekamp

 

Brombeere

Brombeeren kennen wir alle als heimische schwarze Frucht des Spätsommers. Aber wer weiß schon, dass es allein in Europa mehr als 2.000 beschriebene Arten der Pflanzengattung Rubus, d.h. der Brombeeren, gibt? Brombeeren gehören zu den Rosengewächsen. Die Früchte sind eigentlich keine Beeren im üblichen Sinne sondern Sammelsteinfrüchte. Die „Brombeere“ ist ein Klumpen von einzelnen Früchten, die im Aufbau einer Steinfrucht (z.B. Kirsche) gleichen. Wenn man genau hinsieht, bemerkt man, dass sie durch eine dünne Haut voneinander getrennt sind. Beim Reinbeißen bemerkt man die kleinen Steine, die die Samen enthalten.

Die Stacheln der Brombeerranken sind nicht in erster Linie dazu da, die leckeren, reifen Früchte vor den SammlerInnen zu verteidigen, sondern sie dienen der Brombeerpflanze als Kletterhilfe.

 

Pomeranze

Diese Bitterorange oder Sevilla-Orange ist eine Kreuzung aus Pampelmuse Citrus maxima und Mandarine Citrus reticulata. Die Früchte sind im reifen Zustand leuchtend orange. Aus der äußeren Fruchtschale wird Orangeat und aus der Frucht Orangenmarmelade hergestellt. Die gesamte Frucht dient auch zur Herstellung von Likören. In der Schroederschen Manufaktur sind Pomeranzen im Stacheldraht, 45% Vol., und im Türmchen, 32% Vol. enthalten.

Übrigens, die bei uns verwendeten Pomeranzen haben nichts mit den sogenannten Landpomeranzen zu tun.

 

Ingwer

Ingwer ist eine ausdauernde Pflanze, die in den Tropen und Subtropen wächst. Sie wird 50 bis 100 Zentimeter hoch und sieht aus wie Schilf. Interessant für die Herstellung von Likör ist der Wurzelstock oder das Rhizom. Der Geruch ist angenehm aromatisch und der Geschmack scharf und würzig. Der Ingwer-Wurzelstock enthält einen zähflüssigen Balsam (Oleoresin), der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shoagolen, besteht. Außerdem enthält die Ingwerwurzel Vitamin C, Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium, Natrium und Phosphor. Ingwer hat eine antibakterielle sowie antivirale Wirkung, er schützt vor Erbrechen, fördert die Durchblutung, steigert die Gallensaft-Produktion und gilt als Aphrodisiakum (vgl. Wikipedia).

Wir stellen immer wieder fest, dass Ingwer niemanden kalt lässt, er hat ausgeprägte Freunde und Feinde.

 

Wacholder

Aus den Grimmschen Märchen kennen wir ihn als Machandelbaum. Weitere Volksnamen sind Kranawitt, Krammtesbaum, Quickholder, Reckholder, Jochandel, Wachandel…

Wir sprechen vom Wacholder, der wie eine Säule in der Heide wächst, Juniperus communis, einem Zypressengewächs. Der Gemeine Wacholder kann 600 Jahre alt werden und noch viel älter, denn er verjüngt sich immer wieder, indem Zweige, die den Boden berühren, Wurzeln bilden und neu ausschlagen. Der Name Wacholderbeeren ist übrigens irreführend, denn eigentlich handelt es sich um fleischige Zapfen, die 3 Jahre bis zur Reife benötigen.

Unser Wacholder ist typisch für Westfalen, ein Getreidedestillat unter Hinzugabe von Wacholderbeeren. Er erfreute die Menschen in der kargen Sennelandschaft, was sich auch im Namen „Verleperle“ ausdrückt. In heutiger Zeit wird er zudem – wie jeder echte Gin – mit Tonicwater als Longdrink getrunken.

 

 

Galgantwurzel oder Echter Galgant

Galgant wird zu den Gewürz- und Heilpflanzen gezählt. Das Rhizom der Pflanze wird u.a. in Kräuterlikören verwendet, weil es bitter aromatisch, ja sogar schwach brennend schmeckt. Ein Rhizom (griechisch: Eingewurzeltes) ist keine Wurzel – deshalb ist der Name irreführend – sondern eine im oder dicht über dem Boden wachsende Sprossachse, man sagt auch Erdsprosse. Die Inhaltsstoffe des Rhizoms sollen die Verdauung fördern und krampflösend wirken. Der Echte Galgant gehört zur Familie der Ingwergewächse. Er ist auf der chinesischen Insel Hainan heimisch, wird aber in ganz Südostasien angebaut.

 

Schlehe

Sie wird wegen ihrer dunklen Rinde und ihrer Dornen auch „Schwarzdorn“ genannt. Sie wächst bei uns an Feldrainen und Waldrändern. Am auffälligsten ist der reich verästelte Strauch im zeitigen Frühjahr bevor das Laub austritt, dann bedeckt sich die Schlehe über und über mit zarten weißen Blüten. Sie gehört zur Familie der rosenartigen Gewächse. Die blauschwarzen Früchte nennt man Schlehenbeeren. Es handelt sich um Steinfrüchte. Roh gegessen sind sie sehr sauer. Man erntet sie erst nach den ersten Frost, wenn die Minusgrade den bitter-säuerlichen Geschmack neutralisiert haben. Die Früchte enthalten viel Vitamin-C und Gerbstoffe.

 

Weinbrand

Er entsteht aus einem reinen Weindestillat und wird zur Abrundung der Geruchs- und Geschmackmerkmale auf Eichenfässer gelagert.

Destillate aus Wein gehören zu den ältesten Destillate aus Wein gehören zu den ältesten Spirituosen der Welt. Seit dem Hochmittelalter verbreiteten sich in Europa Weindestillate. Sie wurden zunächst vor allem zu medizinischen Zwecken genutzt. Über das mittelniederdeutsche brandewīn entstand der englische Begriff brandy wine. Dieser zu „Brandy“ verkürzte Name wird in vielen europäischen Ländern, wie England, Italien und Spanien, aber auch international benutzt. Die einschlägige EU-Verordnung setzt heute Brandy und Weinbrand gleich (vgl. Wikipedia).

Die Bezeichnung V.S.O.P. ist ein Akronym (Abkürzung auf den Anfangsbuchstaben) aus dem Englischen und heißt „very superior old pale“ (ganz besonders alt und blass). Sie gilt als eine Prädikatsbezeichnung für Cognac, Weinbrand oder Armagnac, die besonders hohes Alter und Qualität dieser Spirituosen signalisieren soll. Die handelsübliche Bezeichnung V.S.O.P. signalisiert eine Fasslagerung von mindestens vier Jahren (vgl. Wikipedia).