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Die Geschichte des Schroederhauses

17.Jh.

Die denkmalgeschützten Gebäude der Heinrich Schroeder KG am Verler Kirchplatz stammen aus der Zeit nach dem 30jährigen Krieg, als sich um die damalige St. Annen-Kapelle ein Kirchring bildet.

1677

älteste Erwähnung der Kötterstelle Nr. 2 am Verler Kirchplatz unter „Johan von der Wösten“.

1695

taucht hier der Name Jacob Schröder auf.

1750

die Hofstelle wird als Gastwirtschaft geführt.

1798

heiratet die kinderlose Witwe, Catharina Kleinekämper Kötter, Schröder Franz Neiskenwirth aus Mastholte, der das Rezept für den „Schroederschen Boonekamp“ an den Verler Kirchplatz bringt.

1826

stirbt Franz Neiskenwirth gen. Schröder* und hinterlässt mit seiner Witwe fünf minderjährige Kinder.

1827

im Alter von vier Jahren wird Johann Heinrich als jüngster lebender männlicher Nachkomme (Anerbe) von Franz Neiskenwirth gen. Schröder im Grundbuch als Hofbesitzer zu Verl Nr. 2 eingetragen, denn die Witwe heiratet erneut.

1844

übernimmt Johann Heinrich das elterliche Geschäft, das bis dahin von seinem Stiefvater geführt worden ist. Mit ihm nimmt das Geschäft einen stetigen Aufschwung hauptsächlich durch die Fabrikation und den Verkauf des „Schroederschen Boonekamp“, einem Kräuterbitter, der im Verler Land zu einem Traditionsschnaps wird.

1852

heiratet Johann Heinrich Neiskenwirth gen. Schroeder die Kaufmannstochter Therese Neukirch aus Delbrück (zehn Kinder).

1849

wird das Nachbarhaus Nr. 3 „Greten Ewert“ erworben, dort wird die Gaststätte „Im weißen Löwen“ betrieben.

1863

kommt ein weiteres Haus am Verler Kirchring hinzu, die Gaststätte „In der Landkutschen“, heute Sender Str. 8, das „Verler Heimathaus“.

1889

nach dem Tod seines Vaters übernimmt der zweitjüngste Sohn Heinrich das Geschäft, der eigentlich erbberechtigte jüngste Sohn (Anerbe) war zuvor in den Franziskanerorden eingetreten.

1895

heiratet Heinrich Auguste Witkopp aus der „Meierei“ in Brakel, doch die Ehe ist nur von kurzer Dauer, denn

1896

sterben Auguste und ihr erstes Kind bei dessen Geburt.

1899

ehelicht Heinrich Elisabeth Luchs, eine Kaufmannstochter aus Bielefeld (acht Kinder). Heinrich hatte zuvor die damals sehr beschwerliche Reise nach St. Petersburg auf sich genommen, um Elisabeth Luchs zu besuchen, wo sie vorübergehend bei einer Tante wohnte. Dort hielt er um ihre Hand an.

1933

stirbt Elisabeth und Heinrich folgt ihr.

1940

Kurz nach dem Tod des Vaters heiratet Bruno Anne Bombeck aus Gütersloh (drei Kinder). Während des Zweiten Weltkriegs ruht die Produktion, danach wird das Geschäft von den Brüdern Bruno und Wolfgang geführt.

1971

stirbt Bruno und Wolfgang zieht sich zurück, das Geschäft wird durch Anne und den jüngsten Sohn Bruno jun. weitergeführt. Produziert wird nach wie vor in dem etwa 300 Quadratmeter großen Familienbetrieb in reiner Handarbeit - Maschinenunterstützung gibt es nur dort, wo es unumgänglich ist. Bruno jun. erweitert das Sortiment an hochprozentigen „geistigen“ Getränken um „Schroeders Stacheldraht“ (Wiederauflage eines alten Rezeptes), „Verleperle“, „Schroeders Brombeerlikör“ und „Schroeders Türmchen“.

1978

heiratet Bruno Schroeder Christel Johanntokrax aus Bornholte (drei Kinder).

1985

übernimmt die Gemeinde Verl von der Familie Neißkenwirth gen. Schroeder das Haus, Sender Str. 8 (die ehemalige Gaststätte „In der Landkutschen“), und saniert es mit Mitteln der Städtebauförderung und der Denkmalpflege; zur Nutzung wird es dem örtlichen Heimatverein überlassen (Heimathaus Verl). Sämtliche Gebäude der Familie Neißkenwirth gen. Schroeder kommen unter Denkmalschutz, ebenso das Haus Nr. 3, das von der Familie Kettelhoit-Lohmann (Schwester von Bruno) übernommen wird. In der denkmalgeschützten Kellerei wird ein beliebter, gemütlicher Raum für Verkostung und Betriebsbesichtigung eingerichtet. 

1999

stirbt Anne Neißkenwirth gen. Schroeder; Bruno ist alleiniger Gesellschafter.

2008

tritt Andreas (jüngster Sohn) als persönlich haftender Gesellschafter in die Heinrich Schroeder KG ein; er steht gleichberechtigt neben Bruno.

* Wie ist der Name "Neißkenwirth gen. Schroeder" entstanden?

1822 wird Johann Heinrich als 10. Kind von Franz Neißkenwirth und Catharina Kleinekämper Kötter Schröder geboren. Die ersten fünf Kinder werden im Kirchbuch unter Schröder notiert, die folgenden mit der Bemerkung Schröder natus Neiskenwirth. In der Zeit, als in Verl noch das Rietberger Landrecht galt, hießen alle Kinder dieser Familie „Schröder“; in der Zeit des französischen Rechts musste dem Namen ein „natus Neiskenwirth“ angefügt werden. Nach der preußischen Verwaltungsreform im Jahre1820 nahm Franz Neiskenwirth offiziell seinen ursprünglichen Namen wieder an, ohne von dem in Verl gebräuchlichen Namen Schröder zu lassen, unter dem ihn jedermann kannte. Noch eine Bemerkung: Die Schreibweise der Namen wechselt im Laufe der Geschichte. Die Akten enthalten „Schröder“ und „Neiskenwirth“ bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, danach finden wir „Schroeder“ und „Neißkenwirth“.